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Jahresrad

Mabon - Herbst Tag und Nachtgleiche

Das Fest der Fülle und des Dankes

Wenn die Tage und Nächte gleich lang sind, feiern wir Mabon – die Herbst-Tagundnachtgleiche und das große Erntedankfest im Jahresrad.

Die Ernte ist reif. Das Füllhorn ist gefüllt, Mutter Erde nährt all ihre Kinder. Die Felder haben ihre Gaben hervorgebracht, die Obstbäume tragen schwere Früchte und die Vorräte für die kommende Zeit werden gesammelt. Es ist ein Fest der Dankbarkeit, der Gemeinschaft und des bewussten Wahrnehmens all dessen, was uns geschenkt wurde.

Die Erde schenkt Nahrung in Fülle. Sie nährt all ihre Kinder bedingungslos. Wo Dürre, Missernten oder Not herrschen, wird sichtbar, wie sehr wir voneinander abhängig sind. Umso wichtiger wird der Zusammenhalt unter den Kindern der großen Erdmutter.

Mabon erinnert uns daran, dass Fülle nicht nur im Empfangen liegt, sondern auch im Teilen. Was wir weitergeben, vermehrt sich. Nahrung, Zeit, Aufmerksamkeit, Fürsorge und Liebe sind Geschenke, die wachsen, wenn wir sie miteinander teilen.

Gleichzeitig lädt uns die Herbst-Tagundnachtgleiche dazu ein, die Balance zwischen Licht und Dunkelheit zu würdigen. Noch einmal hält die Natur inne, bevor die dunklere Jahreshälfte beginnt. Es ist eine Zeit, zurückzublicken und zu erkennen, welche Früchte unsere Mühen, Träume und Herzensprojekte hervorgebracht haben.

Schon in alten Kulturen wurden zur Ernte große Mandalas aus Früchten, Gemüse und Korn gelegt. Aus Ähren flocht man Erntekronen, um die Gaben der Erde und die himmlischen Kräfte zu ehren. Auch das traditionelle Erntedankfest kennt diese Symbole des Dankes und der Wertschätzung.

Ein großer DANK an die Fülle des Lebens.
Ein DANK dafür, dass die Erde uns trägt und nährt.
Ein DANK für all das, was wachsen durfte.

Zu Lughnasadh, dem Schnitterfest, haben wir begonnen zu ernten. Wir haben gedankt und in uns hineingehört: Was ist in uns herangereift?

Zu Mabon dürfen wir nun die volle Ernte betrachten – die äußere ebenso wie die innere. Jetzt ist die Zeit, unsere Gaben mit der Welt zu teilen, auf dass sie sich mehren.

Denn daran erinnert uns Erntedank:

Alle Geschöpfe der Erde haben das Recht auf die Süße des Lebens.

Passendes Räucherwerk zu Mabon

Weihrauch

Wir segnen die reiche Ernte und alles, was uns in diesem Jahr geschenkt wurde.

Myrrhe

Wir danken unserer Erdenmutter für ihre unendliche Großzügigkeit, ihre nährende Kraft und ihre bedingungslose Fülle.

Räuchermischung Herzenssonne

Wir feiern unsere Lebendigkeit, unsere Ausdruckskraft und die Freude, die wir miteinander teilen.

Ritualidee: Das Fruchtmandala der Dankbarkeit

Versammelt Freunde, Familie oder eure Gemeinschaft und legt gemeinsam einen Früchteteppich – ein großes Mandala aus den Gaben der Erde.

Verwendet Kürbisse, Kartoffeln, Mais, Äpfel, Birnen, Zwetschgen und alles, was euch die Jahreszeit schenkt.

Räuchert das Mandala anschließend mit Weihrauch und Myrrhe ab. Geht gemeinsam darum herum, singt, trommelt oder sprecht Worte des Dankes.

Aus langen Gräsern, Stroh und Kornähren könnt ihr kleine Erntekronen flechten. Bekrönt euch gegenseitig und räuchert euch mit der Herzenssonne ab.

Nehmt euch dabei Zeit, einander zu sagen, was ihr aneinander liebt, schätzt und bewundert. Welche Gaben bringt jeder Mensch in die Gemeinschaft ein? Welche Früchte sind in diesem Jahr gewachsen?

Zum Abschluss wird gemeinsam gekocht und gegessen – vielleicht als großer Eintopf über dem Feuer oder als festliche Erntetafel unter freiem Himmel.

Zum Abschluss werden die Reste der Speisen und des Mandalas gemeinsam geteilt.

So wird Mabon zu dem, was es seit jeher sein möchte: Ein Fest der Dankbarkeit, der Gemeinschaft und der geteilten Fülle.

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